DJI gibt die maximale Windwiderstandsfähigkeit der Mavic 3 Pro mit 12 m/s an, das sind 43,2 km/h. Diese Zahl ist eine vom Hersteller festgelegte Obergrenze und kein Tempo, bei dem jeder Flug angenehm verläuft. Diese Seite fasst die offiziellen Angaben zusammen, erklärt, wie FlyDroneMap daraus die Einstufung gut, Vorsicht oder nicht empfohlen ableitet, und nennt, was Sie vor dem Start prüfen sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Spezifikationsseite von DJI nennt für die Mavic 3 Pro eine maximale Windwiderstandsfähigkeit von 12 m/s (43,2 km/h), ohne Testbedingungen anzugeben.
- Laut DJI-Handbuch soll das Fluggerät nicht bei schwerem Wetter betrieben werden, einschließlich Windgeschwindigkeiten über 12 m/s.
- Bei FlyDroneMap gelten Böen unter 21,6 km/h für dieses Modell als gut, ab 21,6 km/h als Vorsicht und ab 30,2 km/h als nicht empfohlen. Das sind die eigenen Schwellen der Website, keine offizielle Norm.
- Beurteilen Sie nicht nur den mittleren Bodenwind, sondern auch Böen und den Wind in Flughöhe.
Offizielle Spezifikationen
Die folgenden Werte stammen von der Spezifikationsseite der Mavic 3 Pro bei DJI. DJI weist darauf hin, dass Geschwindigkeits- und Flugzeitangaben im Windkanal unter Bedingungen gemessen wurden, die windstillem Betrieb auf Meereshöhe entsprechen, und dass die tatsächlichen Ergebnisse je nach Umgebung, Nutzung und Firmware abweichen können.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Maximale Windwiderstandsfähigkeit | 12 m/s (43,2 km/h) |
| Startgewicht | 958 g (Mavic 3 Pro Cine: 963 g) |
| Maximale Horizontalgeschwindigkeit | 21 m/s (75,6 km/h), im Sport-Modus gemessen |
| Maximale Flugzeit | 43 Minuten, Windkanaltest bei konstant 32,4 km/h |
| Maximale Starthöhe | 6000 m |
| Betriebstemperatur | -10 bis 40 °C |
| Hinderniserkennung | Omnidirektionales binokulares Sichtsystem, ergänzt durch einen Infrarotsensor an der Unterseite |
| Satellitenortung | GPS, Galileo und BeiDou |
Was das DJI-Handbuch zum Wind sagt
Das Benutzerhandbuch der Mavic 3 Pro (Version 1.4) besagt, dass das Fluggerät nicht bei schwerer Witterung betrieben werden soll, darunter Windgeschwindigkeiten über 12 m/s, Schnee, Regen und Nebel. Es erklärt außerdem, dass das Fluggerät bei zu starkem Wind möglicherweise nicht zum Startpunkt zurückkehren kann und dass beim intelligenten Rückflug der Akkuverbrauch nicht genau berechnet werden kann, weil die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Höhen unterschiedlich ist. Schließlich weist es darauf hin, dass die geringere Akkukapazität bei niedrigen Temperaturen die Windwiderstandsfähigkeit des Fluggeräts verringert. In den von uns gelesenen Abschnitten nennt das Handbuch keine getrennten Grenzwerte für Start und Landung.
Wie FlyDroneMap dieses Modell einschätzt
Das Dashboard vergleicht die vorhergesagte Böengeschwindigkeit mit dem offiziellen Maximum. Die Schwellen sind eine eigene Faustregel der Website: gut unter 50 % des offiziellen Maximums, Vorsicht ab 50 % und nicht empfohlen ab 70 %. Für die Mavic 3 Pro ergibt das Folgendes.
| Einstufung | Anteil an 43,2 km/h | Böengeschwindigkeit |
|---|---|---|
| Gut | Unter 50 % | Unter 21,6 km/h (6,0 m/s) |
| Vorsicht | 50 % bis unter 70 % | 21,6 bis unter 30,2 km/h |
| Nicht empfohlen | 70 % oder mehr | 30,2 km/h und mehr |
Das Dashboard bewertet das Böenrisiko außerdem mit einer eigenen Skala: niedrig unter 20 km/h, mittel von 20 bis unter 35 km/h und hoch ab 35 km/h. Die beiden Skalen beantworten unterschiedliche Fragen. Die eine vergleicht den Wind mit Ihrem Fluggerät, die andere beschreibt, wie unruhig die Luft insgesamt ist.
Warum die offizielle Zahl nicht Ihre Arbeitsgrenze ist
Die Herstellerangabe ist ein Maximum unter den vom Hersteller festgelegten Testbedingungen. Es gibt mehrere praktische Gründe, deutlich darunter zu bleiben.
- Böen sind kurze Spitzen über dem Mittelwert, und das Fluggerät spürt sie als plötzliche Stöße.
- Der vorhergesagte Wind gilt meist für 10 m über dem Boden. In 80–120 m Höhe kann er spürbar stärker sein. Mehr dazu unter Windscherung in verschiedenen Höhen.
- Flüge gegen den Wind verbrauchen mehr Akku. Wer mit Rückenwind hinausfliegt, kehrt gegen den Wind zurück und braucht mehr Reserve, als der Hinflug vermuten lässt.
- Kälte verringert die Akkukapazität, und laut DJI sinkt dadurch die Windwiderstandsfähigkeit.
Vor dem Start
- Öffnen Sie das FlyDroneMap-Dashboard, wählen Sie die Mavic 3 Pro und achten Sie auf den Böenwert, nicht nur auf den Durchschnitt.
- Prüfen Sie zusätzlich den Wind in 80 und 120 m Höhe.
- Gehen Sie die Checkliste zu Wind und Böen durch, einschließlich Windrichtung und Hindernissen in der Nähe.
- Planen Sie den Rückweg so, dass der Wind am Ende hilft, oder halten Sie eine großzügige Akkureserve vor.
- Wenn Sie mehrere Fluggeräte nutzen, vergleichen Sie Modelle im Leitfaden Windresistenz nach Modell.
Häufige Fehler
- 12 m/s als sichere Flug-Windgeschwindigkeit statt als Maximum zu lesen.
- Nur den mittleren Wind zu betrachten und Böen zu ignorieren.
- Zu vergessen, dass die Bodenvorhersage nicht den Wind in Flughöhe beschreibt.
- Bei Kälte mit kaltem Akku zu starten und dieselbe Windleistung zu erwarten.
- Weit mit dem Wind hinauszufliegen, ohne den Rückweg zu berechnen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Windlimit der DJI Mavic 3 Pro?
Die Spezifikationsseite von DJI nennt eine maximale Windwiderstandsfähigkeit von 12 m/s (43,2 km/h). Das DJI-Handbuch rät zudem vom Betrieb bei schwerem Wetter ab, einschließlich Windgeschwindigkeiten über 12 m/s.
Kann ich die Mavic 3 Pro bei 30 km/h Wind fliegen?
30 km/h sind 69 % des Maximums von 43,2 km/h, daher stuft FlyDroneMap dies als Vorsicht ein, knapp unter der Schwelle für nicht empfohlen bei 30,2 km/h. Prüfen Sie, ob es sich um eine Böe und nicht um einen Mittelwert handelt, und beachten Sie den Wind in Flughöhe.
Warum zeigt die Website schon vor dem offiziellen Limit Vorsicht an?
Weil die offizielle Zahl ein Maximum ist und in der Praxis Böen, Höhe und Akkueffekte hinzukommen. Die Website beginnt bei 50 % des Maximums mit Vorsicht, um einen Puffer zu lassen. Das ist ein eigenes Kriterium der Website, nicht von DJI.
Ändert sich das Windlimit bei Kälte?
Laut DJI-Handbuch verringert die geringere Akkukapazität bei niedrigen Temperaturen die Windwiderstandsfähigkeit des Fluggeräts. Eine Zahl nennt das Handbuch nicht, planen Sie an kalten Tagen daher mit weniger Spielraum.